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Jan 23 2012

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Wasserschaden in Pankow

Da es Ende Juli/Anfang August 2010 in Berlin und Umland – speziell in den Bezirken Blankenburg, Karow, Buch, Heinersdorf sowie Steglitz – zu sintflutartigen Regenfällen kam, blieb es hier natürlich nicht aus, dass es zu vielen überfluteten Kellern kam.

Am 01.08.2010 klingelte bei uns im Büro das Telefon und ein Herr klagte mir sein Leid, weil er das ganze Wochenende damit verbracht hätte, das eingetretene Wasser wieder aus dem Keller herauszubekommen. Mittels Tauchpumpen und Wassersaugern hatte er es soweit geschafft, dass stehende Wasser aus dem Keller zu bekommen.

Nun war aber alles durchfeuchtet. Bei dem Objekt handelte es sich um ein 1-Familienhaus, das vor ca. zehn  Jahren erbaut worden war. Auf Befragen des Kunden, ob eine Estrich-Dämmschicht verbaut wäre, wusste der Kunde erst gar nicht was gemeit war. Eine Estrich-Dämmschicht ist ein Styropor- oder auch eine mineralische Dämmplatte, die auf der Bodenplatte verarbeitet wird und sich unter dem Estrich befindet, um einen Fußboden von unten zu dämmen. Diese wird oft verbaut, wenn man weiß, dass man Kellerräume für Wohnzwecke nutzen möchte. Da der Kunde nicht vom Fach kam und entsprechend dieses nicht beantworten konnte, bat ich ihn,  einen flachen Gegenstand – ähnlich wie ein Eisensägeblatt – hinter der Sockelleiste, also zwischen Wand und Sockelleiste, neben dem Estrich vorbei nach unten auf die Bodenplatte zu schieben. Hierbei stellte er fest, dass sich ein Schaumstoffstreifen zwischen Wand und Estrich, ca. 1 cm stark, umlaufend befand. Dies ist in der Regel ein Zeichen dafür, dass ein schwimmender Estrich verlegt worden ist.

Was ist denn nun wieder ein schwimmender Estrich?

Ein schwimmender Estrich ist ein Estrich, der nicht mit dem Gebäude verbunden ist, da er im Untergrund auf einem Dämmmaterial verlegt wurde und umlaufend einen Randdämmstreifen hat, um Schallübertragungen auf das Gebäude zu vermeiden. Ein Estrich ist in den meisten Fällen nicht stärker als 5 – 7 cm. Der Kunde konnte aber sein Eisensägeblatt sogar 12 cm hinunter schieben – bemessen von der Oberkante des Estrichs. Daraus folgte, dass sich unter dem Estrich doch eine Styroporschicht befand  und deshalb eine Estrich-Dämmschicht-Trockung erforderlich war.

Was war zu tun?

Der gesamte Keller war mit einem Teppichboden verlegt, der unterdessen vom Kunden schon entfernt worden war.  Nach Freigabe des Kostenangebotes durch den Kunden – welches er seiner Versicherung vorgelegt hatte, die den Schaden aber nicht anerkennen wollte, da es sich hierbei um eindringendes Regenwasser von außen handelte und der Kunde in seiner Gebäudeversicherung keine Elementar-Schadenversicherung mit abgeschlossen hatte – wurde von uns die Trocknung aufgebaut.

Um Ihnen ein Gefühl für das Preisverhältnis zu geben, ist am Markt ein Preis für die Estrich-Dämmschicht-Trocknung, inkl. aller Geräte, Auf- und Abbau, Zwischenmessung sowie Vorbereitung der Technik für einen Zeitraum von max. 28 Tagen, zwischen 11,00 € und 20,00 € pro m² anzusetzen. Hierbei handelt es sich um Netto-Preise.

Die Abhängigkeit des Quadratmeter-Preises steht immer zum Verhältnis der Masse der Quadratmeter. Das bedeutet, je größer die zu trocknende Fläche, desto preiswerter wird der einzelne Quadratmeter.


Was haben wir gemacht, um den Estrich zu trocknen?

Wir haben mittels eines Seitenkanalverdichter warme, getrocknete Luft in die Estrich-Dämmschicht eingebracht.
Hierzu haben wir im Abstand von 2,5 m 50 mm Löcher eingebracht und diese mittels eines Schlauchsystems miteinander verbunden, so dass wir die warme Luft einleiten konnten. Am Randbereich wurden weitere Öffnungen gesetzt, so dass die Luft wieder austreten konnte, die sich mit der Feuchtigkeit auf der Bodenplatte angereichert hat. Im Raum stand  ein Bautrockner,  auch Luftentfeuchter genannt, der das Raumvolumen getrocknet hat. Nach einer Woche fuhr der Trocknungstechniker erneut vorbei und machte eine Feuchtigkeitsmessung. Zu diesem Zeitpunkt wurden schon wesentlich geringere  Feuchtigkeitswerte vorgefunden, als beim Aufbau der Anlage. Angeboten wurde von uns ein Zeitfenster von 14 Tagen. Nach einer weiteren Woche – also nach Ablauf der 14 Tage – fuhr der Trocknungstechniker erneut zum Kunden und machte eine Feuchtigkeitsmessung. Von zwölf Löchern, in die  warme, trockene Luft eingeleitet worden war, waren in den Abluftlöchern die Feuchtigkeitswerte so niedrig, dass die Anlage demontiert werden konnte. Lediglich in einem Raum waren noch leicht erhöhte Feuchtigkeitswerte vorzufinden, was zur Folge hatte, dass hier eine weitere Woche getrocknet wurde.


Nun fragen Sie sich, warum sind wir nicht fertig geworden sind, obwohl wir doch 14 Tage angeboten hatten?


Bei einer technischen Trocknung kann nie ein genaues Zeitfenster gesetzt werden. Stellen Sie sich vor,  man würde ein Feuchtemessgerät in einem Zahnputzbecher voll Wasser halten und das Messgerät würde 100 % Feuchtigkeit anzeigen. Sie können das gleiche Messegerät allerdings auch in eine volle Badewanne halten, Sie würden das gleiche Messergebnis erhalten. Da man nicht bestimmen kann, wie viel Feuchtigkeit bzw. Wasser in den Baukörper eingedrungen ist,  ist die Dauer einer technischen Trocknung immer nur ein Schätzwert die in der Regel in einem Zeitfenster von 14 bis 28 Tagen abgeschlossen ist . Sollte man sogar stehendes Wasser auf der Bodenplatte finden, erhöht sich hier die Trocknungszeit, so dass hier eine Trocknung mindestens 21 – 28 Tage dauert. In unserem Fall wurde bei Aufbau der Anlage und nach Bohren der Löcher kein stehendes Wasser gefunden, so dass inkl. den malermäßigen Instandsetzungsmaßnahmen  und Bodenbelagsarbeiten der gesamte Schaden binnen 4 Wochen behoben werden konnte.


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